Werkstoffentwicklung

Neue Materialien Fürth GmbH

In der Großserienproduktion von Magnesiumbauteilen werden derzeit vorwiegend die Legierungen AZ91 und AM60 eingesetzt. Während AZ91 hauptsächlich wegen seiner hohen Raumtemperatur-Festigkeit eingesetzt wird, besitzt AM60 eine erhöhte Duktilität. Abhängig von der Anwendung können diese Beiden Legierungen allerdings nicht allen Anforderungen gerecht werden. In manchen Fällen wäre z.B. eine höhere Duktilität, Warmfestigkeit oder Wärmeleitleitfähigkeit wünschenswert.

Schema-Thixmolding

Die Neue Materialien Fürth GmbH hat das Magnesiumspritzgießen speziell für die Legierungsentwicklung weiterentwickelt. Mit Hilfe eines patentierten Dosiersystems können der Basislegierung beliebige Legierungselemente in Granulatform zugegeben werden.

Durch die fortwährende Scherung der Granulate in der Schnecke wird eine intensive Mischung beider Legierungskomponenten sowie eine gleichmäßige Verteilung der Elemente garantiert.

Das Schemabild zeigt eine Magnesiumspritzgießanlage mit zwei Dosiereinheiten zur Legierungsentwicklung.

Diese Methode bietet dem Entwickler daher eine komfortable Möglichkeit in sehr kurzer Zeit ohne großen schmelzmetallurgischen Aufwand eine Vielzahl von Legierungsvarianten direkt in Gussbauteile umzusetzen. Die Neue Materialien Fürth GmbH hat bereits eine Reihe von Legierungssystemen realisiert, darunter z.B.Legierungen auf Basis von AZ91 mit Zugabe von Strontium. Das Bild zeigt ein Beispiel für die Verbesserung der Kriechfestigkeit von AZ91 durch Zugabe von Strontium.

Mikrostrukturelle Untersuchungen zur Gefügeanalyse sowie Kriechfestigkeitsuntersuchungen gehören dabei ebenso zur umfangreichen Charakterisierung wie auch die Beurteilung der Verarbeitbarkeit bzw. Gießbarkeit der Legierungssysteme im Spritzgießen.

Für die Entwicklung von kurzfaser- und partikelverstärkten Magnesiumwerkstoffen steht uns zukünftig unser neu entwickeltes DirCom-Verfahren zur Verfügung.

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ÜBER UNS

Die Neue Materialien Fürth GmbH (NMF) ist eine anwendungsnahe Landesforschungseinrichtung des Freistaates Bayern mit dem Ziel, in enger Kooperation mit Forschungsinstituten und Partnern aus der Industrie neue Werkstoffe und Herstellungsverfahren in industrienahe Lösungen umzusetzen. Darüber hinaus verstehen wir uns als beratender Spezialist, der Ihr Projekt gerne von Anfang an begleitet.

Die Gesellschaft ist mit der Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) eng vernetzt.

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Die Neue Materialien Fürth GmbH wird institutionell gefördert durch:

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