Inline-Plasmavorbehandlung

Neue Materialien Fürth GmbH

Die atmosphärische Vorbehandlung von Oberflächen mit Plasma besitzt enormes Potenzial zur Feinreinigung und Verbesserung der Adhäsion in der Mehrkomponententechnik bei Kunststoff-Kunststoff- bzw. Kunststoff-Metall-Verbunden.

Kunststofftechnik_Plasmabehandlung

Einsatzmöglichkeiten der Inline-Plasmavorbehandlung

Die Verbundeigenschaften stellen bei der Mehrkomponententechnik ein wesentliches Qualitätskriterium dar. Ziel sind dabei stoff­schlüssige, großflächige Verbunde mit optimaler Haftung zwischen den Werkstoffen. Mäßiges bzw. fehlendes Haftungspotenzial zwischen zwei Komponenten erfordert werkzeug- und fertigungs­technisch aufwendige, mechanische Verbindungen durch Hinterschnitte. Effizienter ist eine gezielte Inline-Plasma­vorbehandlung der ersten Komponente im Bereich der späteren Grenzfläche im Verbund. Diese Vorbehandlung bewirkt adhäsive Wechselwirkungen mit der aufgespritzten zweiten Komponente und somit eine Haftung im technisch relevanten Bereich.

Die (Inline-)Plasmavorbehandlung
ermöglicht für die Praxis:

  • Erweiterung der Kompatibilitätsmatrix
  • Verbindung von Standardwerkstoffen (bisher: haft.-mod. Kunststoffe notwendig)
  • Materialschonende Verwendung von niedrigen Verarbeitungstemperaturen und -drücken
  • Integration in den Fertigungsablauf (Inline-Verfahren),
  • Lokale Behandlung mit Plasma bei komplexen Bauteilgeometrien
Plasma-bild2

Ansprechpartner

Gruppenleiter:
Dr.-Ing. Leo Hoffmann

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Drummer

Kontakt: kunststoffe@nmfgmbh.de