Additive Fertigung im Großformat

Neue Materialien Fürth GmbH

Derzeit gibt es auf dem Markt eine Vielzahl an additiven Fertigungsverfahren. Der Großteil davon beschränkt sich jedoch auf einen Bauraum von maximal einigen hundert Millimetern. Werden größere Bauteile benötigt, so eignen sich nur noch wenige 3D-Druckverfahren. Problematisch ist dabei häufig die extrem lange Fertigungszeit, der hohe Materialbedarf oder die spezifischen Materialeigenschaften, die eine Hochskalierung der jeweiligen Verfahren nicht ohne weiteres ermöglichen. Eine interessante Alternative bietet das Gel-Dispensing-Printing (Abkürzung: GDP)

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Gel-Dispensing-Printing

Beim GDP-Verfahren wird ein hochviskoses, UV-härtendes Gel über eine Düse schichtweise ausgetragen und im Anschluss direkt über UV-Strahlung ausgehärtet. Die besonderen Viskositätseigenschaften des Reaktionsharzes ermöglichen es Schichten von 0,75 bis 1,3 mm auszutragen und mit hohen Verfahrgeschwindigkeiten und dementsprechend kurzen Fertigungszeiten dreidimensionale Objekte zu erzeugen. Limitiert wird die Größe der herstellbaren Bauteile dabei nur durch die Größe der Maschine.

GDP-Fertigung bei NMF

  • Bauraum: 150 cm x 120 mm x 180 cm
  • Zeitgleiche Erzeugung von zwei unterschiedlichen Modellen mit zwei Druckköpfen
  • Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 300 mm/s
  • Schichtstärken 0,75 mm, 1,0 mm und 1,3 mm
  • Fertigung von starken Überhängen ohne Stützstruktur möglich
  • Modifizierter Druckkopf zum Test von alternativen Werkstoffen mit geringen Materialmengen
  • Anwendungsbeispiele: Designmuster, Formen zum Thermoformen, Verschalungen für Beton oder Gips, etc.
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Ansprechpartner

Gruppenleiter:
Dr.-Ing. Leo Hoffmann

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Drummer

Kontakt: kunststoffe@nmfgmbh.de