Temconex®-Prozess

Neue Materialien Fürth GmbH

Beim kontinuierlichen Pulverstrangpressen (Temconex®-Prozess) erfolgt die Pulverzuführung in die umlaufende Nut eines sich drehenden Extrusionsrades. Dabei wird das Pulver durch Reibung in Bewegungsrichtung des Rades transportiert. Ein stationärer Werkzeugträger deckt einen Teil des Extrusionsrades ab. Beide Komponenten bilden eine Extrusionskammer, in welcher das zugeführte Material verdichtet und durch Reibung sowie Scherung erwärmt wird. Den Abschluss der Kammer bildet ein Gegenhalter, welcher in die Nut ragt.

An diesem Hindernis wird der Materialfluss so umgelenkt, dass er sich vor der Matrize staut. Ist die Fließgrenze des Materials erreicht, erfolgt die Extrusion durch eine Matrize radial zum Extrusionsrad.

Temconex-Prozess_deutsch-600
Halbzeuge_HD-600

Vorteile der Temconex®-Technologie:

  • Breites Werkstoffspektrum von u. a. Aluminium, Kupfer, Silber und deren Legierungen
  • Verarbeitung von Verbundwerkstoffen (MMCs)
  • Variable Zuführgeometrien von Pulver bis Granulat
  • Recycling von Spänen
  • Variable Endgeometrien von Drähten über Profile und Stangen bis Rohre
  • Sehr gute Oberflächenqualität
  • Endprodukt mit 100% Dichte und hervorragenden mechanischen Eigenschaften
  • Hohe Material- und Energieeffizienz
  • Kurze Prozesskette mit hohem Automatisierungsgrad
  • Umformung zur Endgeometrie erfolgt in einem einzigen Arbeitsschritt

Ansprechpartner

Gruppenleitung:
M.Sc. Dipl.-Ing. (FH) Matthias List

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr.-Ing. Robert F. Singer

Kontakt: temconex@nmfgmbh.de