25 Jahre Neue Materialien Fürth GmbH – Fortschritt durch Forschung und Partnerschaft

Am 15. Juli 2025 feierte die Neue Materialien Fürth GmbH ihr 25-jähriges Jubiläum – ein bedeutender Meilenstein für ein Unternehmen, das seit einem Vierteljahrhundert innovative Werkstoffe entwickelt, Technologien transferiert und sich als Impulsgeber für die Region etabliert hat.

Eine große Gruppe von Männern und Frauen steht zusammen in einem industriellen Arbeitsbereich und posiert für ein Foto hinter einem Schild mit der Aufschrift "25 Jahre Neue Materialien Fürth".
Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Industrie wurde im Rahmen eines Festakts nicht nur auf die Erfolge zurückgeblickt, sondern auch die Zukunft in den Blick genommen. Die Grußworte von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Dr. Rupert Dörfler (Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat) und Dr. Robert Schmidt (IHK Nürnberg für Mittelfranken) betonten die zentrale Rolle der Neue Materialien Fürth GmbH als Innovationstreiber für die Metropolregion und darüber hinaus.

25 jahre nmf

Ein starkes Netzwerk – Erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Geschäftsführung – Prof. Dr. Marion Merklein und Petra Walther – begrüßte die Gäste mit einem herzlichen Dank an die langjährigen Partner aus Industrie und Forschung, deren Vertrauen und enge Zusammenarbeit die Basis für viele erfolgreiche Projekte bildeten. In einem eindrucksvollen Rückblick führten sie die Anwesenden entlang der Meilensteine der Unternehmensgeschichte und machten deutlich, wie sich die Neue Materialien Fürth GmbH über 25 Jahre hinweg stetig weiterentwickelt hat.

Besonderes Augenmerk galt dem Engagement der Mitarbeitenden: Mit ihrem Fachwissen, ihrer Innovationsfreude und ihrem ausgeprägten Teamgeist haben sie maßgeblich zum Erfolg und Wachstum des Unternehmens beigetragen und prägen bis heute dessen dynamische Kultur.

25 jahre nmf alle jubilare

Forschung trifft Anwendung

Ein Highlight der Veranstaltung bildeten Fachvorträge aus Wissenschaft und Industrie, die die Verbindung von Forschung und Praxis greifbar machten. So präsentierten Prof. Merklein (Lehrstuhl für Fertigungstechnologie) und Dr. Tassilo Christ (d-fine) anschaulich, wie die Technologie zur Blechmassivumformung – von der Grundlagenforschung im Sonderforschungsbereich TR73 bis hin zur KI-gestützten Serienanwendung – erfolgreich übertragen wurde. Ein beeindruckendes Beispiel für die Innovationskraft und den praxisnahen Transfer, den die Neue Materialien Fürth GmbH seit Jahren lebt.

Auch die Gießtechnik, seit der Gründung ein zentraler Forschungsschwerpunkt bei NMF, stand im Fokus. Prof. Sebastian Müller, Lehrstuhlinhaber für Gießereitechnik (LGT) und wissenschaftlicher Leiter des Geschäftsbereichs Urformtechnik Gießen, gab spannende Einblicke in die Entwicklung der Gießtechnik bei NMF: vom Aufbau der ersten Thixomolding®-Maschine in Europa (2002), über die erste Husky HyMet650 in Deutschland (2008), bis hin zur neuen Horizontal-Kaltkammer-Druckgießmaschine von DSD. Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Branche – steigende Energiekosten, Transformation in der Automobilindustrie, Fachkräftemangel, Digitalisierung und internationaler Wettbewerbsdruck – stellte Prof. Müller die Frage: „Quo vadis Gießtechnik?“ Die Antwort liegt in innovativen Lösungen: von der Weiterentwicklung der Gießverfahren und Werkstoffe bis hin zur vernetzten Produktion.

Ein weiteres spannendes Themenfeld wurde im Gemeinschaftsvortrag von Prof. Dietmar Drummer (Lehrstuhl für Kunststofftechnik) und Dr. Michael Wrensch (Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG) beleuchtet. Sie zeigten die Entwicklung im Bereich thermoplastischer Faserverbunde von der anfänglich einfachen Stempelumformung über die Halbzeugherstellung bis hin zur Funktionalisierung inklusive Oberflächenveredelung im vollautomatisierten Fertigungsprozess. Neben der simulativen Abbildung einzelner Prozessschritte schreitet auch die Digitalisierung der Anlagentechnik voran und nachhaltige Werkstofflösungen wie naturfaserbasierte Organobleche kommen zunehmend in verschiedenen Anwendungen zum Einsatz.

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Ein wichtiger Themenbereich der aktuellen Forschungstätigkeiten ist zudem das Elektronenstrahlschmelzen, ein additives Fertigungsverfahren zur Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen.

In Zusammenarbeit mit starken Industriepartnern konnten in den zurückliegenden Jahren große Erfolge hinsichtlich Prozessbeobachtung, Prozessstrategie und Prozessrobustheit erzielt werden. Prof. Carolin Körner (Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle) und Dr. Thorsten Löwer (pro beam GmbH & Co. KGaA) haben den gemeinsamen Entwicklungspfad mit großer Freude in ihrem Fachvortrag nachgezeichnet.

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Regional verankert – international relevant

Dr. Horst Müller, Wirtschaftsreferent der Stadt Fürth, blickte auf die enge Verbindung zwischen der Entwicklung der Stadt und der Neue Materialien Fürth GmbH. Die Veranstaltung machte deutlich: Das Unternehmen ist nicht nur ein wissenschaftliches Zentrum, sondern auch ein aktiver Mitgestalter regionaler und überregionaler Zukunftsperspektiven.

Pause

Blick nach vorn

Mit 25 Jahren Erfahrung, starken Partnerschaften und einer klaren Vision ist die Neue Materialien Fürth GmbH bestens gerüstet, um auch künftig innovative Lösungen für moderne Werkstoffe und digitale Produktionsprozesse zu entwickeln. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen neue Wege zu gehen und Zukunft zu gestalten!

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Die Neue Materialien Fürth GmbH wird institutionell gefördert von:
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Die EU-Flagge mit gelben Sternen bildet einen Kreis auf blauem Hintergrund, daneben steht in schwarzen deutschen Buchstaben der Text EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.