Humanoide Roboter bei NMF

Die Entwicklung und der Einsatz humanoider Roboter ist ein aktuelles Trend-Thema. NMF beteiligt sich an einer bayerischen Initiative in diesem Umfeld, ist Science-Partner von isento und entwickelt eigene Komponenten und Use-Cases.

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Die Entwicklung und der Einsatz humanoider Roboter weist gerade im Spannungsfeld von steigenden Lohnkosten, Fachkräftemangel und demographischem Wandel ein großes Potential auf. Die benötigten mechanischen und elektronischen Komponenten sowie die Software und die Anwendung von Künstlicher Intelligenz stellen angesichts des industriellen Wandels für den Produktionsstandort Bayern ein elementares Zukunftsfeld dar, in dem sich NMF mit eigenen Entwicklungen positioniert.

Am 18. Februar hat bei Bayern Innovativ der Auftaktworkshop für eine Allianz zur Entwicklung des Technologiefeldes humanoide Robotik zu einem „global führenden Deep-Tech-Ökosystem“ stattgefunden. Neben NMF waren weitere Vertreter aus dem Bereich der Forschung sowie etliche Unternehmen unter anderem aus der Zulieferindustrie und Softwarebranche sowie verschiedene Anwender beteiligt. In Bayern soll unter den Gesichtspunkten „Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität“ bis 2036 ein trag- und zukunftsfähiges Wirtschaftsfeld etabliert werden. Die Lösungen hinsichtlich maßgeschneiderter Werkstoffe und Produktionsverfahren für die verschiedenen mechatronischen und Strukturkomponenten der humanoiden Roboter sollen mit und bei NMF beantwortet werden. Außerdem soll die Identifizierung und Erprobung von Use-cases in einem produktionsnahen Umfeld in unseren Technikumshallen stattfinden.

In dieser Hinsicht kooperiert NMF als Science-Partner mit der isento GmbH aus Nürnberg. isento geht mit pib (Printable Intelligent Bot) einen neuen Weg auf dem Feld der humanoiden Robotik. pib ist ein humanoider Roboter, der sich durch seine kosteneffiziente und anpassbare Bauweise klar von klassischen Robotersystemen abhebt. Im Gegensatz zu hochpreisigen, geschlossenen Plattformen basiert pib überwiegend auf additiver Fertigung, wodurch Komponenten schnell angepasst, ersetzt und kostengünstig hergestellt werden können. Dadurch wird der Einsatz in deutlich mehr Anwendungsfeldern wirtschaftlich attraktiv.

Aktuell zeichnet sich pib durch eine flexible Hardwarearchitektur mit hoher Modularität aus. Neben Standardpolymeren wird bei NMF gezielt der Einsatz alternativer Werkstoffe erprobt, darunter faserverstärkte Kunststoffe wie PA6-GF sowie Prepregs, die als vorimprägnierte Faserverbundmaterialien eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht bieten. Des Weiteren werden Aluminium- und Magnesiumgussbauteile für strukturell besonders beanspruchte Bauteile evaluiert. Dies erfolgt in Kombination mit konstruktiven Anpassungen hinsichtlich des beanspruchungs- sowie fertigungsgerechten Designs und der anschließenden Erprobung in unserem pib, der auf den Namen „Robert“ getauft wurde.

Softwareseitig ermöglicht ein eigens entwickelter Voicebot eine natürliche Mensch-Roboter-Interaktion mit „Robert“. Dieser basiert derzeit auf cloudgestützter KI mit Sprachverarbeitung, Textgenerierung und -ausgabe unter Nutzung von OpenAI-Technologien, gesteuert über eine zentrale Python-Architektur. Zukünftig liegt der Fokus auf der vollständigen Lokalisierung der KI durch den Einsatz eines Small Language Models direkt auf dem Roboter, wodurch Datenschutz und Unabhängigkeit deutlich verbessert werden.

Wir halten Sie auch bei den nächsten Schritten von Robert auf dem Laufenden!

Robert

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