Elek­tro­nen­strahl­schmel­zen

Das Ziel ist es, maßgeschneiderte Lösungen für die kommerzielle Nutzung des selektiven Elektronenstrahlschmelzens zu erarbeiten. Forschungsschwerpunkte sind die Weiterentwicklung der Anlagentechnik, die Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen und die verfahrensspezifische Materialentwicklung. In Kooperation mit dem Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle (WTM) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg liegt eine enorme Erfahrung auf dem Gebiet der elektronenstrahlbasierten additiven Fertigung vor.
Eine Person in Ganzkörperschutzanzug und Handschuhen bedient Geräte in einem Labor oder Reinraum, wobei sie mit einem Metallbehälter in der Nähe einer Maschine interagiert und die Bedienelemente auf einem Bildschirm in der Nähe sichtbar sind.

Fertigungs­ver­fah­ren

Elektronenstrahlschmelzen ist ein pulverbettbasiertes, additives Fertigungsverfahren, bei dem Metallpulver schichtweise mithilfe eines Elektronenstrahls aufgeschmolzen wird. Die Bauteile werden direkt aus CAD-Daten gefertigt, was eine werkzeuglose und schnelle Herstellung ermöglicht.

Vorteile sind große Designfreiheit, reduzierte Vorlaufzeiten, konstante Bauteilkosten, effiziente Rohstoffnutzung sowie schnelle Erstarrung und eine feinkörnige Mikrostruktur. Die moderne Anlagentechnik ermöglicht eine hochaufgelöste in-situ Prozessbeobachtung über Rückstreuelektronen und kann klassische Röntgenprüfungen ersetzen.

Eine Person in Schutzkleidung bedient eine große Industriemaschine mit der Aufschrift Pro Beam in einer sauberen, modernen Fabrik, in der verschiedene Geräte, Kabel und Lagereinheiten sichtbar sind.
Schwarz-Weiß-Bild, das ein kreisförmiges Muster aus weißen dreieckigen Formen zeigt. Oben links steht das Wort ELO, darunter sind die x- und y-Achsen beschriftet und unten rechts befindet sich ein 30-mm-Skalierungsbalken.

Verarbeitet werden anspruchsvolle Werkstoffe wie Titanaluminide, hochfeste Nickelbasislegierungen, Refraktärmetalle sowie reflektierende Kupferlegierungen und Reinkupfer.

Die Kombination aus hohen Prozesstemperaturen und stabilem Vakuum reduziert Risse, Gasaufnahme und Verunreinigungen, wodurch qualitativ hochwertige Bauteile gefertigt werden können.

Ein Ausschnitt aus dem Periodensystem mit den Elementen Ti, Fe, Co, Ni, Cu, Ta und W mit ihren Symbolen, Ordnungszahlen, Atommassen, Namen und Schmelzpunkten. Titan ist mit beschrifteten Eigenschaften hervorgehoben.
Ein mikroskopisches Graustufenbild zeigt ein großes, strukturiertes, kugelförmiges Partikel mit einer rissigen Oberfläche, umgeben von mehreren kleineren, glatten Kugeln. Ein Skalenbalken unten rechts zeigt 30 Mikrometer an.

Die Werkstoffcharakterisierung umfasst chemische Analysen (z. B. Funkenspektrometer, GDOES, RFA, EDX, N/O/C/S-Analysator, Mikrosonde) zur Bestimmung von Legierungszusammensetzung, Verunreinigungen und Elementverteilung, physikalische Analysen (Laserflash-Apparatur, Dilatometer, Auftriebswägung) zur Ermittlung von Wärmeleitfähigkeit, thermischer Ausdehnung und Dichte sowie optische Analysen mittels Licht- und Rasterelektronenmikroskopie inklusive Partikelgrößenanalyse.

Ergänzt wird dies durch die mechanische Kennwertermittlung, bei der statische, zyklische und dynamische Eigenschaften unter verschiedenen Spannungszuständen und Temperaturen geprüft werden; Formänderungen werden über optische Messsysteme erfasst, Härte und Kriecheigenschaften an Härteprüfern und Zeitstandanlagen bestimmt. Der E-Modul wird präzise mittels RFDA (Resonanzfrequenz-Dämpfungsanalyse) ermittelt.

Schwarzweißbild in Nahaufnahme, das ein sich wiederholendes Muster aus sechseckigen Zellen mit abgerundeten Zentren zeigt. Eine Skalenmarkierung unten rechts gibt die Größe als 1 Millimeter an.
Mikroskopische Aufnahme mit polarisiertem Licht, die längliche blaue und gelbe Mineralkristalle mit vertikaler Ausrichtung, verstreute kleine dunkle Flecken und einen Maßstabsbalken von 1 Millimeter als Referenz zeigt.

Rechnergestützte Methoden werden für Auslegung und Optimierung additiver Fertigungsprozesse genutzt. Umfangreiche thermische Berechnungen erlauben eine Vorauslegung (z. B. über die Temperaturverteilung im Bauraum), statistische Versuchsplanung, Regressions- und Korrelationsanalysen sowie multikriterielle Analysen ermöglichen die zielgerichtete Optimierung.

Wärmekarte, die die Temperaturverteilung (800-1700 K) in einem spiralförmigen Muster auf einem x-y-Gitter zeigt, wobei die Temperatur von dunkelrot nach weiß ansteigt. Die Achsen sind in Millimetern beschriftet; ein Farbbalken zeigt die Temperaturskala in Kelvin.
Ein 3D-CAD-Modell eines mechanischen Bauteils mit mehreren kreisförmigen Schichten, Ausschnitten und blau hervorgehobenen, abgewinkelten Abschnitten, die die Richtung des Luftstroms oder der Flüssigkeit anzeigen. Das Wort CAD erscheint in der oberen linken Ecke.

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