Pul­ver­me­tallur­gie

Die Temconex®-Technologie erlaubt die Herstellung hochdichter Halbzeuge wie Drähte, Profile, Stangen und Rohre aus metallischen Pulvern, Granulaten oder Recyclingmaterialien – effizient, automatisiert und energieoptimiert. Kunden profitieren von maßgeschneiderten Halbzeugen mit exzellenten mechanischen Eigenschaften und hervorragender Oberflächenqualität. Es können Legierungen auf Basis von Aluminium, Kupfer, Titan und Silber verarbeitet werden. Auch die Herstellung faser- oder partikelverstärkte Verbundwerkstoffe, so genannter MMCs, ist mit Hilfe der Temconex®-Technologie möglich.
Zwei Arbeiter in blauen Kitteln bedienen Industriemaschinen in einer sauberen, modernen Fabrik. Der eine steht an einer Schalttafel, während der andere auf einer Plattform ein großes orangefarbenes Ventil dreht. Sie sind von Metallgeräten umgeben.

Fertigungs­ver­fah­ren

Die Temconex®-Technologie beschreibt ein kontinuierliches Pulverstrangpressverfahren mit präziser Werkzeugtemperierung zur Herstellung von Halbzeugen.

Das Verfahren stellt eine Weiterentwicklung des Conform™-Prozesses dar. Mittels Temconex®-Verfahren lassen sich Pulver, Späne und Granulate zu Drähten, Profilen, Stangen und Rohren mit einer Dichte von 100 %, hervorragenden mechanischen Eigenschaften und sehr guter Oberflächenqualität verarbeiten. Vor dem Pulverstrangpressen kann das Ausgangsmaterial in einer Walzenpresse aufbereitet werden.

Dieser Granulierungsprozess ermöglicht eine bindemittelfreie Trockenagglomeration von metallischen Pulvern oder von Pulvermischungen, z.B. für faser- oder partikelverstärkte MMCs. Der Prozess ist durch hohe Material- und Energieeffizienz, eine kurze Prozesskette und einen hohen Automatisierungsgrad gekennzeichnet.

Ein Kupferdraht wird in einer großen industriellen Strangpressmaschine in einer Fabrikumgebung extrudiert, umgeben von Metallteilen, Rohren und Steuerelementen.
Ein Mann mit Maske, blauem Laborkittel und Handschuhen bedient industrielle Geräte in einem hellen, modernen Labor oder einer Fabrikhalle.

Verarbeitet werden Legierungen auf Basis von Aluminium, Kupfer, Titan und Silber sowie Verbundwerkstoffe (MMCs). Zum Einsatz kommen verschiedene Aufgabegüten von Pulver bis Granulat, einschließlich recycelter Späne mit Aufbereitung. Die bindemittelfreie Granulation verbessert die Rieselfähigkeit und verhindert die Entmischung unterschiedlicher Pulvermaterialien.

Sieben Gläser mit verschiedenen Metallgranulaten und -pulvern, darunter Gold-, Silber-, Kupfer- und Graumetalle, sind in einem kreisförmigen Muster auf einer schwarzen, strukturierten Oberfläche angeordnet.
Mehrere Metallstangen und -stäbe mit unterschiedlichen Formen, Größen und Materialien, darunter runde, rechteckige und einzigartig geformte Profile, sind vor einem blauen Hintergrund aufeinander gestapelt.

Die Werkstoffcharakterisierung umfasst chemische Analysen (z. B. Funkenspektrometer, GDOES, RFA, EDX, N/O/C/S-Analysator, Mikrosonde) zur Bestimmung von Legierungszusammensetzung, Verunreinigungen und Elementverteilung, physikalische Analysen (Laserflash-Apparatur, Dilatometer, Auftriebswägung) zur Ermittlung von Wärmeleitfähigkeit, thermischer Ausdehnung und Dichte sowie optische Analysen mittels Licht- und Rasterelektronenmikroskopie inklusive Partikelgrößenanalyse.

Ergänzt wird dies durch die mechanische Kennwertermittlung, bei der statische, zyklische und dynamische Eigenschaften unter verschiedenen Spannungszuständen und Temperaturen geprüft werden; Formänderungen werden über optische Messsysteme erfasst, Härte und Kriecheigenschaften an Härteprüfern und Zeitstandanlagen bestimmt. Der E-Modul wird präzise mittels RFDA (Resonanzfrequenz-Dämpfungsanalyse) ermittelt.

Nahaufnahme eines Mikroskopobjektivs, das einen Objektträger fokussiert, mit einem unscharfen Computerbildschirm im Hintergrund, der ein vergrößertes Bild einer blauen, strukturierten Probe anzeigt.
Buntes, mosaikartiges Muster aus unregelmäßigen, ineinandergreifenden Formen in den Farben Blau, Orange, Rosa, Gelb und Grün, das einem dünnen Gesteins- oder Mineralienschnitt ähnelt, der unter einem Mikroskop mit polarisiertem Licht betrachtet wird.

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